Herausforderungen in den Bereich der Friedens- und Konfliktethik. Er fragte, ob es des Rechts bedürfe, um friedensethische Grundlinien festlegen zu können und eine konkretere und tragfähigere Weltgemeinschaft zu schaffen. Neben den wissenschaftlichen Vorträgen und friedensethischen Gesprächen waren auch in diesem Jahr die gemeinsam gefeierten Gottesdienste und der Austausch über die Arbeit an den unter [...] Justenhoven und Marco Schrage vom ithf möglichst konkret und direkt auf Arbeitsfelder der Militärseelsorge hin bearbeitet wurden. Den thematischen Beginn machte Michael Staack von der Universität der Bundeswehr (HSU) in Hamburg: Mit „Zeichen der Zeit in der Sicherheitspolitik“ war sein Beitrag überschrieben. Er legte sehr grundlegend und umfangreich Herausforderungen, Gefahrenpunkte und Arbeitsfelder [...] Friedensprojekt gegründet worden war. Und auch er beleuchtete die – nicht nur pandemiebedingten – Herausforderungen dieses wichtigen Bereichs der Geopolitik. Außerdem gab es eine Arbeitseinheit zur Aus- und Fortbildung in Methodik und Didaktik im Hinblick auf den in den Kasernen zu leistenden Lebenskundlichen Unterricht (LKU). Veronika Bock, Direktorin des zebis, und Oberstleutnant Bert Brockmann beleuchteten
sicherheitspolitischen und militärischen Perspektive einbringe. Die Direktorin des zebis Dr. Veronika Bock unterstrich in ihrem Grußwort, wie hochaktuell und bedeutsam es sein, über den tiefen Zusammenhang zwischen globaler Gerechtigkeit und Frieden zu reflektieren. Sie dankte der 1. Panzerdivision, allen Referentinnen und Referenten sowie der Katholischen, Evangelischen und Jüdischen Militärseelsorge [...] etär a. D. und Mitglied im Beirat des zebis, stellte eine historische Verbindung zum Veranstaltungsort her, indem er den Oldenburger Psychiater und Philosophen Karl Jaspers vorstellte. Selbst von den Nationalsozialisten wegen der jüdischen Herkunft seiner Frau verfolgt, hatte Jaspers bereits 1946 zu Fragen der juristischen, politischen, moralischen und metaphysischen Schuld gelehrt und publiziert. [...] Gewaltmitteleinsatzes, und Konfliktnachsorge – dem Wiederaufbau von Staaten nach Kriegen und Konflikten einschließlich juristischer Aufarbeitung und Versöhnungsarbeit. Die Frage der Sinnhaftigkeit militärischer Interventionen stellt sich – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des beendeten Afghanistan-Einsatzes – mit großer Dringlichkeit für zukünftige militärische Einsätze und in Verantwortung für die
9.30 Uhr Über den Mehrwert des menschlichen Soldaten Zwischen Auslagerung militärischer Gewalt und wertebasiertem Einsatz der Systeme Dr. Veronika Bock Direktorin des Zentrums für ethische Bildung in den Streitkräften (zebis) 11.00 Uhr Kaffee- und Teepause 11.30 Uhr Digitalisierung für die Landes- und Bündnisverteidigung der Zukunft Operative Konsequenzen für die Bundeswehr Thomas Haber Head of Customer [...] Customer Solution Unit Land & Luft, BWI GmbH 13.00 Uhr Mittagessen 14.00 Uhr Ende der Veranstaltung Leitung und Moderation Andrea Hoffmeier, Thomas-Morus-Akademie Bensberg
„Der Kriegsdienstleister – Militärische, völkerrechtliche und ethische Folgen des Einsatzes privater Militärfirmen“ Für die eintägige Veranstaltung im Collegium Albertinum Bonn konnte das zebis hochrangige Referenten gewinnen, darunter General a.D. Karl-Heinz Lather und LTC David Barnes (US-Army), die eigene Erfahrungen mit einbrachten. Bundesverdienstkreuzträger Lather diente u.a. in Bosnien und Herzegowina [...] Herzegowina als Stabschef der SFOR. LTC Barnes, heute Dozent für Philosophie und Militärethik an der Militärakademie in West Point, war als Task Force Officer in Bagdad und Afghanistan im Einsatz. Beide Offiziere hatten Mitarbeiter privater Militär- und Sicherheitsfirmen als zuverlässige und professionelle Unterstützung der oft zahlenmäßig unterbesetzten internationalen Sicherheitskräfte erlebt. Doch [...] denen Privatarmeen rechtlich nicht verlässlich unterliegen. Und die Vielzahl von Akteuren macht jede Zurechenbarkeit unmöglich. Er zeigte Möglichkeiten auf, wie in zukünftigen Aufträgen an private Militärfirmen Verantwortung zugewiesen kann. Für grundlegend hielt Frühbauer die Schaffung einer soliden nationalen und internationalen Rechtslage und eine Stärkung des gesellschaftlichen Diskurses. In den a
sche militärische Praxis und in der Folge für die Friedens- und Militärethik zu. Den moralischen Dilemmata in Friedensmissionen widmete mein Lehrstuhl bis Ende 2004 eine besondere Aufmerksamkeit. Mit den im Jahr 2001 von Al-Kaida verübten Anschlägen verlagerte sich der Schwerpunkt allmählich auf Ethik und Terrorbekämpfung, aber auch auf das Thema „Religion und Gewalt“ und den unter anderem hierdurch [...] auf den Weg, die allzu enge Verbindung zwischen Kirche und Staat zu lösen, und eignen sich damit zunehmend als Träger dessen, was ich als „postkonstantinische“ Friedensmoral und Friedensbildung bezeichnen möchte. [8] Form und Inhalt einer „postkonstantinischen“ Friedensbildung Doch was genau ist eine solche postkonstantinische Friedensethik und Friedensbildung? Eine, die die politische Marginalität [...] dabei ist die Liebe, die der Sprache vorausgeht, der Deutung bedarf und sie gleichzeitig übersteigt. Liebe bestärkt und umfasst Recht und Gerechtigkeit sowie Mitgefühl; alle drei brauchen wir, auch und gerade in Kriegszeiten, zum Beispiel im Umgang mit Kriegsgefangenen, Vertriebenen und Flüchtlingen. So wird gerade ein Sprechen von Gott an der Grenze zum Verstummen [11] möglich; sowohl die Folklorisierung