zuerst behandeln und nach welchen Kriterien entscheiden? Soll er den Piraten vom OP-Tisch nehmen und sterben lassen, wenn er stattdessen das Leben eines Kameraden retten könnte? In der Gruppe konnte dies kein Arzt und keine Ärztin mit dem hippokratischen Eid vereinbaren. Die Schwelle zur aktiven Tötung sei hier eindeutig überschritten. In anderen Fällen müssten Bundeswehrärzte und Sanitäter jedoch [...] Inspekteur des Sanitätsdiensts der Bundeswehr Generaloberstabsarzt Dr. Ingo Patschke, die Kommandeurin der Sanitätsakademie in München Generalstabsarzt Dr. Erika Franke, Generalarzt Dr. Matthiesen und Generalarzt Dr. Weller waren der zebis-Einladung gefolgt, um dieses kritische Thema der Militärethik zu beleuchten. Professor Dr. Michael Gross aus Israel stellte hierzu eine durchaus neue und kontroverse [...] Dr. med. Dirk Fischer, Flottenarzt Dr. Volker Hartmann und Oberstleutnant Pascal May versetzten die Teilnehmer in die Lage einer Schiffsbesatzung vor Afrika. Somalische Piraten hatten einen Frachter gekapert und ein Versorgungsschiff der Bundeswehr erwartet die Verletzten der Geiselbefreiungsaktion. Zwei Soldaten, ein deutscher Zivilist und ein somalischer Pirat mit lebensbedrohlichen Verletzungen
Verhältnis von Religion und Moderne fokussierter Dialog innerhalb der Orthodoxie sowie zwischen dieser und der Katholischen sowie den Protestantischen Kirchen wäre m.E. ein unschätzbarer Friedensdienst. Die Spaltung zwischen West- und Ostkirchen, die kirchengeschichtlich nun schon 1000 Jahre andauert, hat zu Entfremdungen geführt, die sich im gegenwärtigen Krieg zwischen Russland und der Ukraine als Sp [...] studierte katholische Theologie und Philosophie in München, Jerusalem und Luzern. 2007 übernahm er den Lehrstuhl für Christliche Sozialethik an der LMU. Markus Vogt ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Theologie und Frieden sowie des Zentrums für ethische Bildung in den Streitkräften. Seit 2019 ist er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Symposium „Religiöse [...] Vermutlich schließt sich beides nicht aus und in ihm verfestigt sich zunehmend ein historisch-religiöses Sendungsbewusstsein [9] . Handfeste Machtinteressen werden in einen religiös-kulturellen Konflikt umgedeutet, dadurch legitimiert, geglaubt und strategisch ausgerichtet. Durch die gezielte Zerstörung von Kirchen und Museen in der Ukraine soll deren religiöse und kulturelle Identität ausgelöscht werden
Format erprobt, mit allen Vorteilen und Schwächen. In seiner Eröffnung fasste Air Cdre. (ret) John Thomas, Präsident von EuroISME, die Freude über das nun mögliche Wiedersehen in treffende Worte: „For all wizardry to meet technologically, there is nothing like face to face.“ Aus Ost- und Westeuropa, aber auch außereuropäischen Ländern wie USA und Kanada, Israel und auch Russland kamen die über 100 T [...] Ausgabe des vom zebis herausgegebenen E-Journals „Ethik und Militär“ zur „Women, Peace and Security“-Agenda hat sie publiziert. Der Krieg in Europa hat den Klimawandel als äußerst dringliches Thema der Friedensethik und Sicherheitspolitik in den Hintergrund gedrängt. Dabei werden Klimaextreme wie Dürren oder Überschwemmungen und deren Folgen Gefahren und Bedrohungen insbesondere in fragilen Weltregionen [...] auf die Betrachtung und Weiterentwicklung der militärethischen Grundlagen aus einer europäischen Perspektive und der westlichen Wertegemeinschaft ausgerichtet. Henryk Syse (Peace Research Institute Oslo) hob den Anspruch von EuroISME folgendermaßen ins Wort: „EuroISME is resilient to keep talking about the most important subjects.“ Alle Anstrengungen sind dem Studium, der Lehre und der Praxis der Mi
verteidigen, war und ist es verpflichtend, dass andere Staaten die der Ukraine fehlenden Waffen zu Verfügung stellen und sich dabei an den Prinzipien der Verhältnismäßigkeit und Suffizienz orientieren. Diese These möchte ich im Folgenden erläutern: Zuerst zur Frage des konditionierten Verteidigungsrechts. Das Verteidigungsrecht ist völkerrechtlich und ethisch konditioniert: Es gilt nur und insoweit der [...] Patricia Schneider, Schuld und Sühne, in: IPG-journal, 19.5.2022, https://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/artikel/schuld-und-suehne-1-5952/ [23.11.2022] [24] Vgl. z.B. August Pradetto, Krieg oder Frieden: Die Ukraine im Fadenkreuz, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 3/2022, 43; Wolfgang Palaver, Wie widerstehen? Christliche Friedensethik und der Ukrainekrieg, in: [...] Subjekts. [2] Der Drang nach Freiheit, nach individueller und politischer Selbstbestimmung fordert das autoritäre Herrschaftsmodell, für das Putin, Lukaschenko und Nasarbajew bzw. Toqajew stehen, direkt heraus. [3] So prallen völlig unterschiedliche Vorstellungen von Macht und Herrschaft aufeinander. In einem demokratischen Rechtsstaat sind Freiheit und Wohlstand des Individuums Ziel politischen Handelns
Prinzipien im Einsatz und die dadurch mögliche Erfassung und Eingrenzung moralischer Verletzungen bei Soldatinnen und Soldaten diskutiert. In der zweiten Arbeitsgruppe, die sich aus Angehörigen der Sanitätsakademie zusammensetzte, dem Leiter der Lehr- und Forschungsstelle für Wehrmedizinethik (LFWME), Herrn Dr. Dr. Dirk Fischer, dem Dozenten für Militärethik, Oberstleutnant Pascal May, und Flottenarzt Dr [...] von Fähigkeiten und Fachexpertise in den Themenfeldern Ethik, Militärethik, Wehrmedizinethik und auch den verwandten Fachgebieten wie beispielsweise den Geschichtswissenschaften erreicht werden konnte. Zudem blicke die Akademie auf einen hohen Vernetzungsgrad mit anderen militärischen und zivilen Institutionen. An die mehr als 100 Teilnehmenden, darunter zahlreiche Soldatinnen und Soldaten der San [...] Medizin und Ethik. Die erste Arbeitsgruppe wurde von Dr. Daniel Messelken und Oberst Cord-Dietrich von Einem vom Streitkräfteamt (SKA) geleitet, beide langjährige Experten für Ethik und Humanitäres Völkerrecht an der Universität Zürich bzw. beim International Committee of Military Medicine (ICMM). Unter dem Thema "Moral Injury verhindern durch Wissen um auslösende Situationen: Ethische und juristische