kurs für Militärseelsorger/-innen und Interessierte Hamburg - 17.06.2018 Friedensethik in Zeiten von Automatisierung und Digitalisierung „Digitalisierung wird das Mega-Thema der Zukunft sein“, sagt Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Doch schon heute stellt Digitalisierung die große Herausforderung in Wissenschaft und Technik, in Wirtschaft und Gesellschaft dar. Die Abhängigkeit von [...] von digitalisierter Technologie ist uns dabei häufig gar nicht mehr bewusst. Digitalisierung aber ermöglicht Kostenreduktion und Formen der Selbststeuerung und erzeugt den Eindruck, das Gerät arbeite „autonom“. Sie begünstigt aber auch neue Formen des Konflikts und des Konfliktaustrags. Zum einen kann die Abhängigkeit von digitaler Technologie zur Gefahr werden, wenn ein Gegner imstande ist, diese [...] 06.2018 7.30 Uhr Eucharistie 8.15 Uhr Frühstück 9.00 Uhr Eröffnung und Begrüßung Dr. Veronika Bock, Prof. Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven Einführung und Vorstellung Kristina Tonn, M. A., Dipl.-Theol. Heinrich Dierkes 10.00 Uhr Kaffeepause 10.30 Uhr Rückkehr des Kalten Krieges? Wie ist die aktuelle Eskalation zwischen Russland und der NATO zu deuten? Prof. Dr. August Pradetto 12.30 Uhr Mittagessen
Friedensreiter über Krieg, Abschreckung und Versöhnung: Werte als Weg aus der Eskalationsspiral In ihrer neuesten Folge nehmen Marcel Speker und Dr. Jochen Reidegeld drei brennende Konfliktherde in den Blick: Israels Vorgehen im Gazastreifen und die Frage der Anerkennung Palästinas, russische Luftraumverletzungen an der NATO-Peripherie und die gesellschaftliche Zerreißprobe in den USA nach der Tötung [...] Nenner: Ohne nüchterne Sicherheitspolitik und einen glaubwürdigen Wertekompass gibt es keinen Ausweg. Gaza: „Gleichzeitig an beiden Seiten arbeiten“ Zum Auftakt richtet das Duo den Blick auf den Gazastreifen. Reidegeld beschreibt die Lage der Zivilbevölkerung „mit Grauen“ und insistiert zugleich auf einer doppelten Perspektive: die Verbrechen der Hamas und die Verantwortung der israelischen Regierung [...] Frieden sei nur möglich, „wenn Palästinenserinnen und Palästinenser gerechte Lebensverhältnisse erhalten und die existenzielle Bedrohung Israels endet“. Skeptisch zeigen sich beide gegenüber der Hoffnung, die wachsende Zahl internationaler Anerkennungen eines palästinensischen Staates könne allein Bewegung bringen. Reidegeld warnt vor reiner Symbolpolitik und plädiert für einen regionalen Ansatz jenseits
nehmen Marcel Speker und Dr. Jochen Reidegeld drei brennende Konfliktherde in den Blick: Israels Vorgehen im Gazastreifen und die Frage der Anerkennung Palästinas, russische Luftraumverletzungen an der NATO-Peripherie und die gesellschaftliche Zerreißprobe in den USA nach der Tötung des konservativen Aktivisten Charlie Kirk. Ihr gemeinsamer Nenner: Ohne nüchterne Sicherheitspolitik und einen glaubwürdigen [...] Lage der Zivilbevölkerung „mit Grauen“ und insistiert zugleich auf einer doppelten Perspektive: die Verbrechen der Hamas und die Verantwortung der israelischen Regierung „als zwei Seiten der Wirklichkeit“ mitzudenken, ohne sie gegeneinander aufzurechnen. Frieden sei nur möglich, „wenn Palästinenserinnen und Palästinenser gerechte Lebensverhältnisse erhalten und die existenzielle Bedrohung Israels endet“ [...] Anfang („Ein Familienvater hat sein Leben verloren. Punkt.“) und zitiert zustimmend die Botschaft von Kirks Witwe, die dem Täter öffentlich vergab. Der anschließende politische Zugriff auf das Ereignis – von rechts wie links – sei ein Lehrstück in Instrumentalisierung. Die beiden diskutieren, wie schnell Kategorien („die Linken“, „die Coronaleugner“, „die AfD-Wähler“) Menschen entmenschlichen und damit
von Bündnisverpflichtungen die Folge sein? Und welche ethische Dimension hat der Kampf gegen ein Virus, das sich in Demokratien und autoritär regierten Staaten gleichermaßen ausbreitet, für Politik, Armee und Sicherheitsbehörden? Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Expert_innen aus verschiedenen Fachgebieten und mit verschiedenen Praxiserfahrungen und mit Ihnen diskutieren. Sie sind herzlich [...] global verbreitendes Virus, das weltweit Hunderttausenden Menschen den Tod gebracht hat, zugleich Wirtschaft, Bildung und Kulturleben stark einschränkt und sich auf den Alltag jeder und jedes Einzelnen auswirkt, stellt eine neue Herausforderung für Politik und Sicherheitsbehörden dar. Schon jetzt ist erkennbar, dass Regierungen unterschiedlich reagieren, was wiederum die internationale Zusammenarbeit [...] gsideolog_innen und Rechtsextremist_innen agieren. Was bedeutet diese unübersichtliche Lage – deren Ende nicht in Sicht ist – für die internationalen Beziehungen und die weltweite Friedenssicherung? Wird die Ausbreitung des Virus bestimmte Länder härter treffen und dadurch die internationale Ungleichheit weiter verschärfen? Wird dies neue gewaltsame Konflikte, Fluchtbewegungen und humanitäre Notlagen
ermöglichen. Dies ist im zweiten Lockdown spürbar anders. Hier wird beispielsweise zwischen Selbstbestimmung und Lebensschutz abgewogen (begrenze Besuchsmöglichkeiten in Pflegeheimen). Es geht also um eine abgewogene Verhältnismäßigkeit und nicht mehr um die Absolutsetzung eines Gutes (Leben und Gesundheit), dem alle anderen untergeordnet werden (müssen), wie Bewegungsfreiheit usw. Hier können sicherlich [...] angemessenen Verhältnis zu den möglichen Vorteilen stehen: „Zweck und Mittel dürfen nicht in ein völliges Missverhältnis geraten“, wie mein Kollege Stephan Ernst formuliert. In einer Abwägung der Güter und Übel ist zu prüfen, ob bei der Schwere des Eingriffs angesichts des in Aussicht stehenden Nutzens noch die Grenze des Zumutbaren gewahrt ist und bleiben wird. Wichtig sind hierbei zwei ethische Grenzziehungen: [...] einer Priorisierung kommen. Die Sicherheit und die Wirksamkeit des Impfstoffes und die ordnungsgemäße Durchführung sind dabei die unhintergehbaren Voraussetzungen. Deutlich wird sich dabei zu einer zeitnahen Erfassung von Impfquoten, aber auch des Erfassens von möglichen Impfkomplikationen positioniert. Die fortlaufende Aufklärung der Bevölkerung zu Wirksamkeit und Sicherheit der Impfung muss dabei eine