Friedenssicherung in Zeiten der Pandemie - Ethische und sicherheitspolitische Konsequenzen einer neuen Bedrohung

10. Dezember 2020 - Katholische Akademie, Herrengraben 4, 20459 Hamburg

Die Veranstaltung wird per Livestream auf die Seite https://youtu.be/txfN3L5Zi5Y übertragen und kann dort angeschaut werden.

Selten war die Weltgemeinschaft in der jüngeren Geschichte so verletzlich wie heute. Ein sich global verbreitendes Virus, das weltweit Hunderttausenden Menschen den Tod gebracht hat, zugleich Wirtschaft, Bildung und Kulturleben stark einschränkt und sich auf den Alltag jeder und jedes Einzelnen auswirkt, stellt eine neue Herausforderung für Politik und Sicherheitsbehörden dar. Schon jetzt ist erkennbar, dass Regierungen unterschiedlich reagieren, was wiederum die internationale Zusammenarbeit in der WHO, der EU oder auch in der NATO schwächt. Hinzu kommt, dass in vielen Gesellschaften eine Protestbewegung entstanden ist, in der Kritiker_innen von Corona-Schutzmaßnahmen Seite an Seite mit Verschwörungsideolog_innen und Rechtsextremist_innen agieren.
Was bedeutet diese unübersichtliche Lage – deren Ende nicht in Sicht ist – für die internationalen Beziehungen und die weltweite Friedenssicherung? Wird die Ausbreitung des Virus bestimmte Länder härter treffen und dadurch die internationale Ungleichheit weiter verschärfen? Wird dies neue gewaltsame Konflikte, Fluchtbewegungen und humanitäre Notlagen hervorrufen? Könnten neue Einsätze der Bundeswehr im Rahmen von Bündnisverpflichtungen die Folge sein? Und welche ethische Dimension hat der Kampf gegen ein Virus, das sich in Demokratien und autoritär regierten Staaten gleichermaßen ausbreitet, für Politik, Armee und Sicherheitsbehörden?
Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Expert_innen aus verschiedenen Fachgebieten und mit verschiedenen Praxiserfahrungen und mit Ihnen diskutieren. Sie sind herzlich dazu eingeladen!

Download des Veranstaltungsflyers (PDF 0,3MB)

ab 17.30 Uhr

Einlass

18.00 Uhr

Begrüßung
Monsignore Rainer Schadt
Katholischer Leitender Militärdekan, Katholisches Militärdekanat Kiel
Dr. Veronika Bock
Direktorin des zebis – Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften
Dr. Dietmar Molthagen
Leiter des Julius-Leber-Forums, Friedrich-Ebert-Stiftung

18.15 Uhr

Impuls
ETHISCHE GÜTERABWÄGUNG IN DER CORONA-PANDEMIE
Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl
Professorin für Moraltheologie an der Universität Augsburg, Mitglied des Deutschen Ethikrats

18.30 Uhr

Diskussion
WAS BEDEUTET DIE CORONA-PANDEMIE FÜR DIE INTERNATIONALE SICHERHEITS-ARCHITEKTUR UND SPEZIELL FÜR DIE BUNDESWEHR?
Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner
Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr
Dr. Eva Högl
Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags
Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl
Deutscher Ethikrat
Prof. Dr. Johannes Varwick
Professor für internationale Beziehungen und europäische Politik an der Universität Halle, Präsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik

Moderation
Dr. Jochen Bittner
Journalist bei der ZEIT

19.30 Uhr

Diskussion mit dem Publikum

20.00 Uhr

Schlusswort
Dr. Veronika Bock
zebis

Umtrunk

Die Anzahl der Plätze ist entsprechend der Hamburger Eindämmungsverordnung begrenzt. Eine Anmeldung an hamburg(at)fes.de oder auf www.julius-leber-forum.de ist erforderlich. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt und per Mail bestätigt.

 

Veranstalter:
Friedrich-Ebert-Stiftung Julius-Leber-Forum
Büro für die Bundesländer
Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein Schauenburgerstr. 49, 20095 Hamburg
Telefon: 040 / 32 58 74-0 E-Mail: hamburg@fes.de
www.julius-leber-forum.de

Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften – zebis
Herrengraben 4, 20459 Hamburg
Telefon: 040 / 67 08 59-55 E-Mail: info@zebis.eu
www.zebis.eu