Verbände und der katholischen Organisationen wurden in dieses Projekt eingebunden. Herausgekommen ist dabei das Opus magnum der verfolgten (katholischen) Kirche Deutschlands im 20. Jahrhundert, wobei der Kreis sehr weit gezogen wurde. So finden sich auch Märtyrer aus den Gebieten der Apostolischen Visitaturen und aus den „Missionsgebieten“, finden sich Blutzeugen in Nordkorea und China, im Kongo und Rhodesien [...] Vorbild für Glaubensstärke und Hoffnung auf die Auferstehung dienen. 1996 betraute daher die Deutsche Bischofskonferenz den Kölner Kleriker Helmut Moll mit der Konzeption, mit der Erstellung eines Martyrologiums für den Bereich der deutschen Katholischen Kirche. Jedes deutsche Bistum sollte dann auch einen Verantwortlichen für dieses – auch – hagiografische Projekt benennen. Und dieser sollte jeweils Prälat [...] Biografien, in das Leben und Sterben von fast 1000 Menschen. Über 150 Autoren beschreiben die Schicksale der hier aufgenommenen Frauen und Männer, deren Lebensbilder in vier Bereiche untereilt worden sind: Blutzeugen aus der Zeit des Nationalsozialismus Blutzeugen aus der Zeit des Kommunismus Reinheitsmartyrien Blutzeugen aus den Missionsgebieten Man sieht also, dass an Umfang und thematischer Bandbreite
anderen europäischen Ländern, Sinti und Roma und Homosexuelle. Wie kein anderer Ort ist Auschwitz das Symbol nicht nur für den Holocaust, sondern für die unfassbaren Verbrechen an verschiedensten Opfergruppen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft aus ganz Europa. Auschwitz ist für alle Zeiten ein Friedhof; ein internationaler Erinnerungs- und Gedenkort – und ein Forum für besondere Begegnungen [...] Erinnerung, Verantwortung und Zukunft. Authentizität und Gedenken Auschwitz ist ein Ort der Geschichte, der durch seine Authentizität zutiefst bewegt. Die Gedenkstätte erhält die ursprünglichen Gebäude, Holzbaracken, Zäune und Inneneinrichtungen in ihrem Zustand von vor 80 Jahren. Nichts wird hinzugefügt oder entfernt, wodurch die Schrecken dieses Ortes spürbar lebendig bleiben und die Besucher in ihrem [...] Aufstand gegen die deutsche Besatzungsmacht und an die folgenden Deportationen von (auch unbeteiligten) Zivilisten als Racheakt der SS- und Wehrmachtsverbände. So kam sie als Jugendliche nach Auschwitz. Grzegorz Tomaszewski wurde 1943 mit einem Transport belarussischer Menschen noch als Kind in das Lager gebracht und verlor dort einen Großteil seiner Familie. Erst nach mehr als sechzig Jahren fand er
das eigene „Ergehen“ und Erfahren des Ortes geprägt. In ausführlichen und detailreichen Führungen durch das Stammlager Auschwitz I und Birkenau machten sich die Teilnehmenden mit dem Ort, den Verbrechen und seiner vielschichtigen Historie vertraut. Durch die Begegnung und das Gespräch mit Auschwitz-Überlebenden am folgenden Tag wurde das am Vortag Gehörte und Gesehene konkret und sehr persönlich. Die [...] unter der Leitung von Dr. Jörg Lüer und Paul Apinis, Maximilian Kolbe Stiftung und Kristina Tonn, zebis . Zehn polnische, zehn deutsche und drei französische Berufsoffiziere waren in das Zentrum für Dialog und Gebet nach Oswiecim gereist, um an diesem sensiblen Ort im Gespräch mit Überlebenden, durch Vorträge und Diskussionen mit Experten über Extremtraumatisierungen und seine Generationen übergreifenden [...] konstruktiven und möglicherweise auch kritischen Dialog einzutreten. Denn nur ein reger gegenseitiger Kontakt ermöglicht eine bewusste Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und damit die Übernahme von Verantwortung. In sehr offenen und teilweise kontroversen Diskussionen wurden die Themen von verschiedenen Seiten beleuchtet und so Verständnis geweckt für Unterschiede in der Wahrnehmung und Bewertung
die Opfer und ihre Nachfahren mit diesen Gewalterfahrungen und Erinnerungen umgehen und leben? Zehn polnische, zehn deutsche und vier französische Berufsoffiziere waren in das Zentrum für Dialog und Gebet nach Oswiecim gereist, um im Gespräch mit Überlebenden sowie durch Vorträge und Diskussionen mit Experten über nationale und internationale Erinnerungskulturen, Extremtraumatisierungen und seine Ge [...] Auschwitz unter der Leitung von Kristina Tonn (zebis) und Dr. Jörg Lüer sowie Paul Apinis (MKS) und am Zentrum für Dialog und Gebet, Oswiecim (Polen) statt. 24 Berufsoffiziere aus Polen, Frankreich und Deutschland waren an diesen geschichts- und symbolträchtigen Ort Auschwitz gekommen, um gemeinsam die gewaltbelastete Vergangenheit aufzuarbeiten und daraus für eine gemeinsame Zukunft zu lernen. Mehr als [...] Weltkriegs und des Dritten Reichs, ist Auschwitz auch heute noch das Symbol für die Verbrechen der Nationalsozialisten und steht für ein extremes Gewaltgeschehen, das sich oft der Vorstellungskraft entzieht. Wie konnte es zu diesem System von menschenverachtenden Verbrechen kommen? Wie konnte die Masse der Einzelnen zu einem Teil des Systems und damit auch zu Tätern werden? Wie konnten und können die
Notwendigkeit, der wir in Bundeswehr und Gesellschaft leider noch zu wenig Raum geben. Hier leistet das zebis wertvolle Pionierarbeit und insbesondere das e-Journal bietet eine hervorragende und zeitgemäße Plattform, die von vielen Soldaten interessiert angenommen wird und die ich sehr schätze. Für das mir entgegengebrachte Vertrauen, die stets so freundliche, harmonische und anregende Zusammenarbeit mit den [...] mir eine Ehre und große Freude, die Marine im Beirat des zebis vertreten zu dürfen. Mit meinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst ist es nun gleichwohl jetzt an der Zeit, meinen Platz für einen jüngeren Nachfolger zu räumen. Die Auseinandersetzung mit den herausfordernden ethischen Fragestellungen unserer Zeit und insbesondere unseres Soldatenberufes, ist nicht nur eine spannende und herausfordernde [...] engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des zebis unter der Leitung von Frau Dr. Bock bedanke ich mich von Herzen. In diesem schönen zwischenmenschlichen Klima habe ich mich sehr wohl gefühlt und mein bescheidenes Mitwirken an der Förderung der ethischen Bildung in der Bundeswehr als eine große persönliche Bereicherung empfunden. Dem zebis und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich