Für Wachstum und Gestaltung braucht es ein stabiles Fundament

Bericht zum Paarwochenende für Soldatinnen und Soldaten in Barcelona

Was haben der berühmte katalanische Architekt Antoní Gaudí und Beziehungen miteinander zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick denken mag. Dies verdeutlichte Kristina Tonn vom zebis (zukünftig Institut für Frieden und Militärethik) beim Paarwochenende für Soldatinnen und Soldaten in Barcelona (25./26. April 2026). 

In ihrem Vortrag setzte die Referentin Gaudís Hauptwerk, die Basilika Sagrada Familia, in vielfältige Beziehung zum Leben als Paar und Familie. Antoni Gaudí eignet sich für dieses Thema nicht nur, weil sein Werk in Barcelona präsent ist, sondern weil seine Architektur ein starkes Bild für Beziehungen liefert. Die Sagrada Família wurde 1882 begonnen; Gaudí übernahm 1883 und prägte das Projekt für mehr als 40 Jahre. Die Kirche ist bis heute ein Bauwerk des Wachsens, der Langsamkeit, der organischen Struktur und der Sinnhaftigkeit. Sie verbindet Naturformen, Lichtführung, Statik, religiöse Symbolik und langfristiges Bauen. Damit lassen sich zugleich einleuchtende Metaphern und Analogien für das Leben in einer Beziehung finden. Was ist das tragende Fundament? Wie ist die Statik der Beziehung, wie verändert sie sich, und wie halten wir Spannungen aus? Was ist das „Licht“, das uns Sinn und Orientierung gibt?

Das Seminar schaffte damit einen Rahmen, in dem die Teilnehmenden ihre Paarbeziehung als gemeinsames, langfristiges Projekt durchdenken und gestalten können. Das betraf viele allgemeine Gesichtspunkte, aber auch manche Besonderheiten und Herausforderungen militärischer Beziehungen, für die es einen guten und – noch ein Bild aus der Architektur – „konstruktiven“ Umgang braucht. Zudem gab es Gelegenheit, sich direkt vor Ort von der Schönheit der Bauwerke Gaudís inspirieren zu lassen.

Lesen Sie auch den Bericht auf der Seite der Katholischen Militärseelsorge unter Vortrag: Katholische Militärseelsorge.